Wissenschaftliche Grundlagen

Die systemische Traumatherapie (STT) gründet auf der Erkenntnis, dass sich traumatische Erfahrungen im Gehirn oft nicht vollständig vernetzen und so nicht in das Alltagserleben des betroffenen Menschen eingebunden werden können.
Neben den bewusst erinnerbaren Traumen kann die Therapeutin mit der systemischen Traumatherapie auch pränatale sowie peri- und postnatale Traumen sowie einschneidende frühkindliche Erlebnisse bearbeiten.

Das bedeutet: auch traumatische Erlebnisse, die nicht bewusst abrufbar sind, können mit Hilfe der Therapie verarbeitet werden. Mit Hilfe imaginativer Techniken können verdrängte Ereignisse aus der frühen Kindheit, der Geburt oder der Zeit im Mutterleib erinnerbar gemacht und in die Psyche des Erwachsenen-Ichs integriert werden.

Integriert in die Traumatherapie werden die Methoden der EMDR-Therapie. Diese ermöglicht es, den Einfluss traumatischer und einschränkender Erfahrungen auf Körper und Geist zu neutralisieren und dadurch die Entfaltung des menschlichen Potenzials zu begünstigen.

In der EMDR-Therapie versucht die Therapeutin, nicht erinnerbare Erlebnisse aus der frühen Kindheit wieder ins Bewusstsein zu heben, die damit verbundenen Emotionen und Körperempfindungen wahr zu nehmen, sie zu "entladen" und mit den Erfahrungen des Erwachsenen-Ichs neu zu vernetzen.


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